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Chronik der Schützengesellschaft Michelbach

 

Die Schützengesellschaft Michelbach ist bereits seit über 100 Jahren ein wichtiger Bestandteil der kleinen Gemeinde Michelbachs. Gegründet wurde sie im September 1912. Viele Jahre ging man davon aus, dass der Verein erst 1960 entstand. Heute wissen wir, dass in diesem Jahr eine Wiedergründung erfolgte. Durch den Fund authentischer Dokumente konnte in den letzten Jahren die Gründung im Jahr 1912 bewiesen werden. Die schwere Situation des ersten Weltkriegs ließ den Schiessport still stehen. In den dreißiger Jahren ruhten alle Schützenvereine und 1945 kam es dazu, dass sie verboten wurden.

Seit 1960 blüht der Schießsport in Michelbach zum Glück wieder auf. 1961 fand die erste Vereinsmeisterschaft in der Scheune des Vereinslokales „Zum weißen Roß“ statt. Ein Jahr später wurden auf Grund eines Lokalwechsels die Trainingseinheiten im Saal der Gastwirtschaft „Zur Sonne“ ausgeübt. In diesem Jahr entstand auch - durch Schützenkameradin Helga Kerber - die Freundschaft mit dem Schützenverein Vötting in Oberbayern.

Eine große Veränderung im Vereinsleben bewirkte der Bau eines Schützenhauses in der so genannten Sauhohle von Michelbach. Mitglieder konnten das in Eigenleistung erstellte Schützenhaus 1975 einweihen.

Zu diesem Zeitpunkt erfreute sich die Schützengesellschaft an 63 Mitgliedern. Neben fünf Luftgewehrmannschaften konnte 1976 eine Luftpistolenmannschaft aufgestellt werden. Durch die Liebe zum Schießen einiger Frauen konnte 1977 auch eine Damenmannschaft zu den Rundenkämpfen angemeldet werden. Zudem entstand eine Schwarzpulvergewehr-Mannschaft.

1978 bereicherten die Edelweißschützen Hallbergmoos den Verein, indem sie die Patenschaft für die Vereinsfahne übernahmen. Noch heute besteht eine enge Bindung nach Hallbergmoos.

Verbunden mit dem 25-jährigen Jubiläum 1985 fand die Weihe der Vereinsfahne statt. Das Amt der Fahnenpatin übernahm Elisabeth Abresch.

Eine der größten Leistungen der Schützengesellschaft Michelbachs, auf die sie sehr stolz ist, ist der Neubau unseres Vereinsheims, am Sportgelände an der Kahltalhalle. Im September 2005 eröffnete der Spatenstich die Bauarbeiten. Schon im Januar 2007 konnte mit den ersten Rundenkämpfen begonnen werden. Die Zeiten der klammen Finger und kalten Füße im alten Schießstand waren damit vorbei. Nach einer 16monatigen Bauzeit wurde das funktionsfähige Schützenhaus eingeweiht.

Der prächtige Raum bietet Platz für 13 Luftgewehrstände, in einem als Saal nutzbaren Raum. Gemütlichkeit bietet ein großer Wirtschaftsraum. Mannschaftsräume und eine komplette Küche ermöglichen den Gästen einen deutlicheren Komfort gegenüber dem mittlerweile abgerissenen Schützenhaus. Ein Treppenlift macht den Zutritt auch für Rollstuhlfahrer unbeschwert.

Zurzeit schießen 4 Luftgewehrmannschaften und 2 Pistolenmannschaften. Die Mitgliederzahl beträgt 110 Vereinsliebhaber.

Für die Zukunft steht noch der Ausbau des Großkaliberstandes mit 25 Meter an.